hier gibts mehr informationen: http://www.emmet.de/g_h_boe.htm
Die Bön-Religion
geht auf Tönpa (Meister)
Shenrab Miwoche
zurück, der in einem Land namens Tagzig in Zentralasien lebte.
Durch ihn sollen auch die früher in Tibet verbreiteten blutigen
Tieropfer durch symbolische Opferungen abgelöst worden sein.
Später breitete sich Bön nach Westen aus und es war die Staats-
religion in Zhang-Zhung, einem Land im Westen Tibets, das den Berg Kailash umgibt. Es verbreitete sich auch in Tibet. Die Königsdynastie von Zhang-Zhung ging im 7. Jahrhundert (vermutlich 634) mit der Eroberung durch den zentraltibe
tischen König Trisong Detsen und der Tötung des Königs Ligmincha (Ligmirya) in einem Hinterhalt zu
Ende. Mit der verstärkten Einführung des Buddhismus in Tibet durch König Trisong Detsen (ab 755)
wurde die Bön-Religion zunehmend verdrängt und verfolgt. Bis dahin waren zum Beispiel Bön-Lamas
für die Bestattungsrituale des Königs zuständig. Erst unter König Langdarma (Regierungszeit 836-842) besserte sich die Lage der Bönpo. Er wurde jedoch von einem fanatischen Buddhisten ermordet, worauf das tibetische Königreich zerfiel. Durch die Verfolgung waren die Bönpo in die Randbereiche des tibetischen Kulturraumes abgedrängt, zum Beispiel nach Amdo im Nordosten sowie Dolpo in Nepal.
Mit dem Beginn der so genannten "neuen Übersetzungstradition" (Sarma) des Buddhismus im 11. Jahrhundert reorganisierten sich beide alten Traditionen, Bön und die buddhistische Nyingma -Tradition.
In beiden spielten dabei in der Zeit der Verfolgung und der Wirren versteckte und wieder aufgefundene Lehrtexte (Terma) eine wichtige Rolle. Ein systematisches Lehrgebäude wurde geschaffen und die Ordination für Mönche und Nonnen ähnlich jener der buddhistischen Schulen verbreitete sich.
Im Jahr 1405 wurde das Kloster Menri von dem Bön-Lama Nyammed Sherab Gyaltsen gegründet. Menri und das später gegründete Kloster Yungdrung Ling wurden zu den bedeutendsten Klöstern des Bön. Die Bön-Tradition, wie auch die buddhistischen Traditionen Tibets, litt ab der Mitte des 20. Jahrhunderts stark unter den Verfolgung nach dem Einmarsch der chinesischen Armee in Tibet, insbesondere während der chinesischen Kulturrevolution (1966-76). Kein einziges Kloster hat die Wirren dieser Zeit unbeschä-
digt überstanden. Das bedeutendste Kloster, Menri, wurde in Dolanji im indischen Exil neu gegründet.
1977 erkannte der Dalai Lama Bön als fünfte spirituelle Schule Tibets an, und wie für die vier Hauptschulen des tibetischen Buddhismus wurden auch zwei Vertreter des Bön in das tibetische Exilparlament berufen.
Alter Bön
Im alten Bön spielen beseelte Naturphänomene und deren Beherrschung oder Besänftigung durch magische Rituale eine wichtige Rolle. Die Ursprünge des Alten Bön gehen weit in die vorgeschichtliche Zeit zurück.
Ewiger Bön / Yungdrung-Bön
Yungdrung Bön (Swastika-Bön), auch „Ewiger Bön“ genannt, geht auf den Lehrmeister (Tonpa) Shenrab Miwoche zurück. Dieser wird von den Bön als Buddha betrachtet. Tapihritsa und Drenpa Namkha sind Beispiele für historische Meister der Yungdrung-Bön Tradition. Die Lehren dieser Schule umfassen mehr
als 200 Werke. Darunter finden sich auch Schriften zu Philosophie, Heilkunde, Metaphysik und Kosmolo-
gie. Besonders die philosophischen Grundlagen stehen denen der Buddhisten nahe. Lehren über Karma (Das Gesetz von Ursache und Wirkung) und über Mitgefühl lösten die Glaubenselemente des Alten Bön
ab. Die Gottheiten des Alten Bön wurden im Sinne von Meditations-Gottheiten (Yidam-Gottheiten) integriert oder als Schützer der Lehre eingebunden. Die Lehren des Yungdrung-Bön teilen sich auf in die sog. „Neun Wege“, „Vier Pforten und eine Schatzkammer“ und in die „Äußeren, Inneren und Geheimen Unterweisungen“. Der letzte Teil der Lehren teilt sich auf in Sutra, Tantra und Dzogchen, ganz ähnlich derer, die auch in der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus zu finden sind. Es gibt aber Hinweise, dass Dzogchen, die Lehren über die „Große Vollkommenheit“, bereits vor Einführung der buddhistischen Lehren in Tibet, in Zhang Zhung existierten. Die Dzogchen-Lehren der Nyingma gehen im Unterschied
dazu auf Garab Dorje aus dem Land Oddiyana zurück.
Unter den Lehren der Bön finden sich auch die Belehrungen des „Zhang Zhung Nyan Gyud“, den ältesten Überlieferungen eines Dzogchen-Meditationssystems der Bön.
Bekannte gegenwärtige Lehrer der Tradition des Yungdrung-Bön sind der ehrwürdige Yongdzin Tenzin Namdak Rinpoche und Tenzin Wangyal Rinpoche, einer seiner wichtigsten Schüler. Beide Meister lehren auch im Westen. Der vielleicht berühmteste Bön-Meister der jüngeren Vergangenheit, der im Kontext
der Rime-Bewegung auch viele buddhistische Schüler hatte, war Shardza Tashi Gyaltsen. Bei seinem
Tod trat nach der Überlieferung das Phänomen des Regenbogenkrpers auf, demnach soll sich sein Körper in Licht (d.h. seine energetischen Bestandteile) aufgelöst haben.
Neuer Bön
Neuer Bön, auch „reformierter Bön“ genannt, steht systematisch zwischen Yungdrung Bön und der buddhistischen Nyingma-Tradition. Er entwickelte sich ab dem 14. Jahrhundert aus einer Synthese
von Lehrelementen des Yungdrung-Bön und Elementen der Nyingma, vor allem durch das wechselseiti-
ge Auffinden von Termas der Bön- und der Nyingmatradition. Ein berühmter Meister des neuen Bön war Yungdrung Lingpa, auch bekannt als der buddhistische Meister Jamgon Kongtrul.
Lehren
Die Lehren des Bön sind sehr umfangreich und können auf verschiedene Art gegliedert werden. Eine der Gliederungen ist jene in die "Neun Wege" des Bön, welche in groben Zügen den neun Fahrzeugen der Nyingma-Tradition entsprechen (weltliches Fahrzeug, Hinayana, Mahayana, äussere Tantras, innere Tantras einschließlich Dzogchen). Die Grundsätze der Lehre sind dieselben wie im auf Buddha Shakya-
muni zurück gehenden Buddhismus, der nach Bön-Auffassung in einem früheren Leben Schüler von
Tönpa Shenrab war.
gefunden bei wikipedia
Shenrab Miwoche
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie - wie der ganze Text auf dieser Seite.
Shenrab Miwoche (tib.: gshen rab mi bo che; auch: Tönpa (Lehrer) Shenrab Miwoche) ist ein halb-legendärer, halb mythischer Meister und Gründungsvater des Ewigen Bn, einer vorbuddhistischen Reli-
gion in Tibet. Er soll um das Jahr 1856 v.Chr. geboren worden sein und alle damals zu findenden Traditionen des öBn in ein einheitliches religiöses System zusammengefasst haben. Andere Quellen benennen für seine Lebenszeit die Zeit um 18.000 v.Chr.
Nach der Überlieferung der Bön war es Shenrab Miwoche, der erstmals die Lehren des Dzogchen in
dieser Welt lehrte, die "Essenz" aller höheren Lehren des Bön, die unmittelbar zur spirituellen Verwirklichung führen sollen. Den Bön-Lehren zufolge soll Buddha eine spätere Inkarnation von Shenrab Miwoche gewesen sein. Shenrab stieg der Legende nach aus himmlischen Reichen herab, manifestierte sich am Fuß des Berges Meru (vgl. Kailash) und wurde als königlicher Prinz geboren. Nachdem er in frü-
her Jugend geheiratet und Kinder gezeugt hatte, entsagte er mit 31 Jahren dem weltlichen Leben und begann die Bön-Lehre zu verkünden bis zu seinem Tod mit 82 Jahren
